Nachlese

Fachtagung Gewalt im Namen der „Ehre“ – Wenn Tradition Gewalt bedingt am 26.11.2015 an der FH Joanneum

Im Auftrag des Landes Steiermark hat die Beratungsstelle DIVAN die heurige Fachtagung im Rahmen der „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ hauptverantwortlich konzipiert, organisiert und umgesetzt. Im Namen des inhaltlichen Vorbereitungsteams (Neustart, Verein für Männer- und Geschlechterthemen, Mafalda, Verein Steirische Frauenhäuser und DIVAN) konnten ca. 230 TeilnehmerInnen aus den Bereichen Polizei, Jugendamt, Justiz, Universität und vor allem viele NGO-MitarbeiterInnen aus der Jugend-, MigrantInnen- Frauen- und Gewaltschutzarbeit begrüßt werden. Eröffnet wurde die Fachtagung von Landesrätin Maga Ursula Lackner, auch Bürgermeisterstv. Drin Martina Schröck und SRin Lisa Rücker und zahlreiche Landtagsabgeordnete und Stadträtinnen hörten sich die Vorträge an, die differenzierte Einblicke in diese spezielle Gewaltthematik gaben bzw. zur Reflexion der eigenen Haltung anregten.

v.l.n.r.: Susanne Pekler/Neustart, Doris Kaucic-Rieger/Mafalda, Landesrätin Ursula Lackner, Christina Kraker-Kölbl/DIVAN, Michaela Gosch/Verein Frauenhäuser Stmk., Christian Scambor/Verein für Männer- und Geschlechterthemen Stmk.

v.l.n.r: Barbara Jauk/Gewaltschutzzentrum, Susanne Pekler/Neutstart, Michaela Gosch/Verein Frauenhäuser Stmk., Emina Saric/DIVAN, Thomas Mühlbacher/Staatsanwaltschaft Graz, Sibylle Hamann/Moderation, Christian Scambor/Verein f. Männer-und Geschlechterthemen Stmk., Gerald Friedrich/Jugendamt Graz, Rene Kornberger/Landespolizeidirektion, Katharina Beclin/Universität Wien

Alle Fotos: © Maryam Mohammadi für CARITAS/Beratungsstelle DIVAN

Inhaltliches

Inhaltlich wurden viele Themenstellungen benannt, die aktuelle Brisanz haben: Der Umgang mit Gewalt bzw. die Rechtfertigung von Gewalt in Einwanderungsgesellschaften wurde mit einer „umgekehrten“ Frage thematisiert: Warum sind westliche Gesellschaften so gewaltarm? Dies könnte ein herausforderndes Denkmodel sein, um eine menschenrechtsbasierte, kritische Diversitätspolitik zu entwickeln bzw. „Gegenwelten“ für zugewanderte Menschen zu eröffnen. Anhand eines konkreten Fallbeispiels aus der DIVAN-Praxis wurde die konkrete Zusammenarbeit in der Steiermark dargestellt, zusätzlich wurden Präventionsprojekte aus Berlin, Wien und Graz präsentiert.

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